Rückmeldungen zum Hirtenbrief

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Maria Ulrich-Neubauer

16.05.11

Sehr geehrter Herr Kardinal!

Danke für Ihren Hirtenbrief, den ich als Pastoralassistentin, tätig in Vorarlberg, mit Interesse gelesen habe. Da wir unseren diözesanen Prozess "Die Wege der Pfarrgemeinden" abgeschlossen habe, war es spannend, Ihre/Eure Einschätzungen des kirchlichen Wandels sehen - und es gibt sehr viele Übereinstimmungen!
Das einzige, was mir abgegangen ist, in der Langform des Hirtenbriefs ist das Wort Pastoralassistentin, da bin ich als Berufsgemeinschaftsvorsitzende doch etwas sensibel. Sie haben Priester, Diakone, Ordensleute, ReligionslehrerInnen und die Getauften/die allgemeinen PriesterInnen genannt, aber kein Wort von einer doch sehr wichtigen fachlich und spirituell kompetenten Berufsgruppe. Und ich denke doch, dass Sie sicher auch stolz auf Ihre PastoralassistentInnen sind.

Mit lieben Grüßen aus dem Ländle
Maria Ulrich-Neubauer

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Diakon Markus Michael Riccabona

13.05.11

Im Hirtenbrief ist viel von neuen Aufgaben von Laien in der Gemeindeleitung die Rede, auch von den Aufgaben der Priester. Leider vermisse ich die Diakone! Außer in der Anrede des Hirtenbriefes werden sie nicht einmal erwähnt. Welche Aufgaben sollen wir wahrnehmen, wo und wie werden wir eingesetzt? Bei 160 Diakonen in der Diözese finde ich es schon sehr befremdlich, ja enttäuschend, dass wir in diesem Pastoralplan nicht vorkommen (nicht vorgesehen sind?).

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Hans J. Stetter

12.05.11

In den Formulierungen des Hirtenbriefs bzw. Masterplans spielt der Begriff der Mission eine wichtige Rolle. In seiner ursprünglichen Bedeutung Sendung gibt er sehr wohl dss wieder, was gemeint ist.

Aber für die meisten, die der Kirche heute kritisch, skeptisch oder abweisend gegenüberstehen, hat das Wort Mission einen agressiven Beigeschmack, er klingt auch nach Besserwissen, Überlegenheit und dergleichen. Man sollte sehr sorgfältig überlegen, ob man es nicht durch einen (oder mehrere) andere(n) Begriff(e) ersetzen könnte.

Eigentlich sollen doch die Aspekte Werbung, Einladung, Solidarität etc. einerseits und Lebenshilfe, Heilung etc. andrerseits anklingen. Alles das leistet das Wort Mission nicht!

Richtige oder falsche Worte können den Erfolg einer Sache wesentlich beeinflussen!

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Hans Peter Hurka

11.05.11

Einige Anliegen gefallen mir sehr gut:
Die Situation wie sie ist annehmen. Gemeinden sollen die Lebensschulen Jesu sein! Den Glauben neu buchstabieren.
Priester sollen sich unter das und in den Dienst des Allgemeinen Priestertums stellen.
Gemeinden als Herberge für Menschen aus den Stürmen der Zeit.
Es geht um das Wesen von Christsein, nämlich dasein für die Welt. Gerchtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie um Bekämpfung der Armut und Respekt vor den Fremden.

Dazu braucht es aber keine Zusammenlegung von Pfarren. Ganz im Gegenteil. Diese ist unsinnig, weil sie nur von der Zahl der Priester getrieben ist. Heute 100, morgn 50 und übermorgen nur mehr der Staphansdom, wo sich hoffentlich noch ein Bischof finden lässt, der die Eucharistie zu feiern in der Lage ist.

Ziel muss es sein, die Gemeinden zu stärken, ihre Selbständigkeit und Entscheidungskompetenz in allen Fragen ihres Lebens. Dienste sollten nach Bedarf und Eignung vom Bischof über Vorschlag der Gemeinde übertragen werden. Für den priesterlichen Dienst sollten geeignete Frauen und Männer, unabhängig ob verheiratet oder nicht herangezogen werden.

Unseren Glauben müssen wir heute anders ausdrücken als vor 50 oder 500 Jahren. Wir müssen trachten, in der Spur Jesu zu bleiben und unseren Glauben biblisch fundiert, verständlich nachvollziehbar, zeitgemäß und vor allem hlfreich spürbar auszudrücken. Wenn die Menschen nicht spüren können, dass der Glaube in ihrem Leben hilft, werden wir niemenden überzeugen können.

Deshalb sind die überschaubaren Gemeinden so wichtig. Die Überschaubarkeit stellt sicher erkennen zu können, wer neu ist, wer Hilfe braucht usw. Nur in überschaubaren Gemeinden können Christinnen und Christen so leben, dass die Menschen sagen, seht wie sie einander lieben. Nämlich, Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jüngerinnen und Jünger seid, wenn ihr einander liebt. (Joh 13,35)

Der Hirtenbrief zeigt dafür gute und wichtige Ansätze, geht aber nicht weit genug. Es ist daher zu befürchten, dass die praktische Lösung der Pfarrzusammenlegung das einzige Erfolgskriterium bleiben wird. Es braucht den entschiedenen und überzeugten Einsatz alles Gläubigen um so weitreichende Reformen zu beginnen und mit Gottes Hilfe zu einem fruchtbaren Ende zu bringen.


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